Geschichte

Hornvarefabrikken hat eine spannende 200-jährige Geschichte. Diese Geschichte gründet auf der Heimarbeit der armen Heidegebieten in Nees, zwei Wirtschaftskrisen, einem Weltkrieg, zwei Arbeitsunfällen, einem visionären Unternehmer und hohen Ambitionen.

Vor 1931

Während des Krieges zwischen Dänemark und England von 1807–14 wurde ein dänischer Marinesoldat, Knud Høj aus der Gemeinde Nees, in England als Kriegsgefangener genommen. Dort erlernte er das Handwerk der Herstellung von Hornlöffeln. Nach dem Krieg begann er in seiner Heimatregion mit der Produktion. Dies inspirierte viele andere dazu, ebenfalls mit der Herstellung von Hornwaren zu beginnen, da sie eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle für die ärmlichen Bauernhöfe in dieser Heidelandschaft darstellte.

Im 19. Jahrhundert war der Löffel auf dem Land die einzige Form von Besteck. Nach dem Essen wischten die Landbewohner den Löffel am Knie ihrer Hose ab und hängten ihn unter einen Balken, bereit für die nächste Mahlzeit. Holzlöffel waren am weitesten verbreitet, doch nach und nach setzten sich Metalllöffel immer mehr durch.


Hans Husted, geboren 1834 in Nees, war einer derjenigen, die das Handwerk erlernten. Er gab es an seinen Sohn Peder Husted weiter.

1931

Es war jedoch ein Arbeitsunfall im Jahr 1931, der ihn dazu brachte, die Herstellung von Hornlöffeln wieder aufzunehmen, da seine Verletzung es ihm erschwerte, weiterhin in der Landwirtschaft zu arbeiten.

Ab 1931 begann er mit der Verarbeitung von Horn und fertigte unter anderem Schuhlöffel und Senflöffel an, die auf Bestellung hergestellt wurden – unter anderem für Den Permanente in Kopenhagen.

1935 verlegte Peder Husted die Produktion vom Privathaus in der Høvsørevej an den heutigen Standort der Fabrik in der Åbrinkvej. In den folgenden Jahren wuchs Hornvarefabrikken.

Peder Husted war ein visionärer Mann mit großen Ambitionen. Seine Hornwaren gelangten bis zur Weltausstellung in Brüssel, wo er für seine Hornarbeiten eine Silbermedaille gewann.

Peder Husted entwickelte viele der Löffel und Gebrauchsgegenstände, die Hornvarefabrikken noch heute herstellt und verkauft. Er wird als Gründer, Designer und Visionär in Erinnerung bleiben. Sein Tatendrang und sein Mut waren

1958

Peter übertrug 1958 Hornvarefabrikken an seinen Sohn und seine Schwiegertochter Asger und Eva Husted. Es gelang dem Paar, Hornvarefabrikken nach Peters Vorstellungen mit gutem Handwerk als Schwerpunkt weiterzuführen.

Ende der 50er und im Laufe der 60er Jahre gab es nur eine geringe Nachfrage nach Hornwaren. Asger und Eva schafften es jedoch allmählich, den Verkauf mit Hilfe mehrerer dänischer Geschäfte und durch Export insbesondere nach Deutschland anzukurbeln. Es war jedoch ohne Zweifel Evas Sparsamkeit, die entscheidend dazu beitrug, dass es Hornvarefabrikken heute noch gibt.

Eva und Asger Husted waren entschlossen, die Hornwarenherstellung weitestgehend in Bøvlingbjerg zu belassen. Da es keine Möglichkeit für einen direkten Generationenwechsel gab, übernahmen Inga und Agner Andersen 1990 die Produktion.

1990

Es war kein Arbeitsunfall, sondern ein gebrochenes Bein bei einem Fußballspiel, dass es Agner Ende der 80er Jahre erschwerte, seine Zimmerei weiterzuführen. Agner sah in Hornvarefabrikken eine Möglichkeit, seine vielseitige Handwerkerausbildung anzuwenden und Hornvarefabrikken gleichzeitig zu erneuern und weiterzuentwickeln.

Inga und Agner fingen sofort damit an, die Werkstatt, das Geschäft und die umliegenden Gebäude zu modernisieren. Die Arbeit gelang voll und ganz und das Wachstum hielt durch die 90er Jahre hindurch an.

2007 näherten sich Inga und Agner dem Rentenalter. Die Zukunft von Hornvarefabrikken war unsicher, da es unmittelbar keine Kandidaten für die Weiterführung der Firma gab. Wissen und Kulturgeschichte aus 200 Jahren schienen im Vergessen zu versinken, als Sara Brunn Buch im November 2007 im Geschäft ihre Weihnachtseinkäufe machte.

2008

Sara Brunn Buch sah sofort die Möglichkeiten von Hornvarefabrikken und war sich keinen Moment lang im Zweifel, dass sie die Firma übernehmen wollte. Sie schickte ihren Schwiegervater Olav Buch zu Inga und Agner, um zu erfahren, ob sie an einem Verkauf interessiert wären. Sie waren nicht abweisend, wollten jedoch nur an jemanden verkaufen, der die Handwerksarbeit weiterführen konnte.

Glücklicherweise wurde Saras Arbeit akzeptiert. Sie übernahm am 1. Oktober 2008 die Verantwortung für die Weiterführung von Hornvarefabrikken und entwickelte neue Geschäftsbereiche mit Respekt vor dem alten Handwerk. Sara Brunn Buch ist am Seminar für Kunst & Handwerk in Kerteminde ausgebildet.

Hornvarefabrikken Aps. und Jura
Hornvarefabrikken Aps. ist eine "anpartsselskab" (dänische Gesellschaft mit beschränkter Haftung) mit der dänischen Firmennummer 32666663. Hornvarefabrikken Aps. ist zu 100 % im Besitz von Sara Brunn Buch und Peter Frølund Buch, die den Vorstand und die tägliche Geschäftsführung ausmachen. Im Augenblick zählt die Firma 4 Angestellte.

Das Schmuckwarenzeichen ’Sara Brunn’ ist eine Unterabteilung von Hornvarefabrikken Aps.